Als Lehrer zog Wagner eine legendäre Schule (Joseph Maria Olbrich, Josef Hoffmann, Josef Plecnik) heran, die seine Ideen oft auf höchstem ästhetischen Niveau weiterentwickelten, aber aufgrund wirtschaftlicher Umstände wenig umsetzen konnten
Andere Schüler, wie Heinrich Schmid und Hermann Aichinger sind zwar als Personen nicht so bekannt, setzten jedoch durch ihre Gemeindebauten Akzente im sogenannten "Roten Wien"
Weitere Architekten gelten zwar nicht als Schüler Otto Wagners, waren jedoch durch sein Wirken inspiriert, etwa Oskar Marmorek, der uA, den Rüdigerhof in Wien Margareten erbaute
Er änderte nicht die Struktur, sondern die formale Gestaltung und wird zum Wegbereiter der modernen Sachlichkeit und Funktionalität. Der Architekt als Künstler müsse das Ingenieurschaffen zwar anerkennen und verwerten, aber unbedingt über die bloße Nutzgestaltung hinaus entwickeln. Mit seinen Werken bestimmte Wagner entscheidend sowohl die Architektur der Wiener Secession als auch die Grundlagen der von jüngeren Architekten konsequent realisierten Moderne. Wagner war die überragende Architektenpersönlichkeit Wiens im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert und verkörperte die fruchtbare Verbindung von Historismus? und Moderne. In fast allen Bereichen der Baukunst? wirkte er durch wichtige Leistungen richtungsweisend. Bestimmend blieb stets eine am Gesamtkunstwerk orientierte Grundeinstellung.